Wie mache ich mein Haus Frühlingsfit - praktische Tipps für Einbruchschutz im Frühjahr

Die Temperaturen steigen langsam, es liegt nur noch innerhalb der Bergregionen Schnee und der kalendarische Frühlingsanfang ist auch schon um – die dunkle Jahreszeit ist vorbei.

Damit beginnt auch das alljährliche Uhrenstellen, in diesem Jahr am 28. März. Durch das Vorstellen der Uhr ist es morgens länger dunkel und abends länger hell. Dies verschiebt auch die Einbruchszeiten ein wenig.

 

Dennoch gilt: Die Haupteinbruchszeiten sind nicht wie allgemein angenommen in der stockdunklen Nacht, sondern am helllichten Tage, zur besten Einkaufs- und Arbeitszeit.

 

Sommerzeit ist Einbruchszeit - oder doch nicht?

Die Zeitumstellung beinflusst auch die Kerneinbruchszeit, denn es bleibt abends länger hell.

Abschließbare Griffe - sicher oder nicht?

Abschliessbare Fenstergriffe sichern das Fenster von innen - ideal als Kindersicherung, aber nichts für den Einbruchschutz.

Der gefilmte Einbrecher - wird er auch gefasst?

So stellt man sich das vor. Doch ist die Aufklärung solcher Delikte äußerst gering und die Täter sind schnell wieder weg.

Die Hälfte der Einbrüche wird tagsüber verübt.

„Über die Hälfte aller Einbrüche wird zwischen 10 und 18 Uhr verübt (57,9 Prozent). Einbrecher scheuen die Begegnung mit den Bewohnern. Deshalb schlagen sie lieber zu, wenn voraussichtlich niemand zuhause ist.“ (Quelle: https://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_77072262/wann-einbrecher-zuschlagen-nach-uhrzeit-und-monat.html)

Auch Einbrecher schätzen ihren Schlaf und sie benötigen Licht für Ihre Arbeit.
Daher ist der Bewegungsmelder auch gar nicht so sehr Abschreckung, sondern gerade in den Dämmerungsstunden mitunter ein guter Komplize des Einbrechers, dessen Werk so noch bequem beleuchtet wird, ohne Misstrauen von aufmerksamen Nachbarn zu erwecken, wie es z.B. eine Taschenlampe tun würde.

 

Doch was tun?


Die beste Methode, sich gegen einen Einbruch in sein Einfamilienhaus oder die Erdgeschosswohnung abzusichern, ist die anständige mechanische Sicherung seiner Fenster und der Terassentür. Diese sollte auch immer mit abgesichert werden, wenn die Wohnung in höheren Stockwerken liegt, da ein Balkon gerne erklommen wird.

Eine anständige mechanische Sicherung beinhaltet zusätzliche Schlösser an allen erreichbaren Fenstern. Ein gekipptes Fenster kann gleich offengelassen werden, da es kein Hindernis darstellt.

Abschließbare Fenstergriffe suggerieren zwar Sicherheit, jedoch helfen sie nur, dass keiner das Fenster von innen ungefragt öffnen kann. Das Aufhebeln des Fensters, wodurch über 80% der Einbrüche begangen werden, verhindern sie nicht. Nur in Kombination mit innenliegenden Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. der Pilzkopf-Technik im Fenstergetriebe verbaut, machen abschließbare Fenstergriffe Sinn.

 

Echtzeitüberwachung via Smartphone

Eine heutzutage so moderne Lösung mit Überwachungskameras das Grundstück zu filmen und in Echtzeit eine Benachrichtigung aufs Smartphone zu erhalten, nach der man dann die Polizei rufen kann und am besten noch die Täter erkennbar sind, klingt zu schön, um wahr zu sein.

Technisch ist das alles möglich. Rechtlich gibt es einiges zu bedenken und was gerne vergessen wird: Eine Kamera ist nur ein Stück Technik, kein privater Sicherheitsdienst.

Sind Einbrecher erstmal im Gebäude drin, sind sie eher fertig mit dem Diebstahl, als dass irgendwer alarmiert werden könnte. Wir schauen in der Regel am Tage ca. 50 mal aufs Smartphone (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/744138/umfrage/umfrage-zur-taeglichen-nutzungshaeufigkeit-von-smartphones-in-deutschland/)  allerdings meistens nicht, wenn wir bei der Arbeit sind oder einkaufen.
Wir bekämen eine solche Mitteilung erst zeitverzögert mit und dann ist es viel zu spät, noch einzugreifen.

 

Das Haus nicht nur schick, sondern sicher machen

Zusammenfassend ist der Frühling eine gute Zeit, um sein Haus nicht nur mit dem Frühjahrsputz schick, sondern auch sicher zu machen.

In den wärmeren Monaten gehen die Einbruchszahlen statistisch immer ein wenig zurück, was jedoch kein Anlass ist, gar nicht zu machen. Wir empfehlen daher, die „Flaute“ zu nutzen, um sich gründlich zu informieren und für den nächsten Herbst und damit die nächste „Saison“ gerüstet zu sein.
Denn ein Urlaub (sofern denn wieder möglich) ist doch nur wirklich schön und genießbar, wenn man sich keine Sorgen zu machen braucht, dass zuhause alles in Ordnung ist auch ohne dauernd auf das Smartphone zu starren.

Wir informieren gerne über die vielfältigen Möglichkeiten der mechanischen Sicherung und auch des I-Tüpfelchens, der Überwachung mittels Kameras und Alarmanlagen.